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dorSepp

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Freitag, 31. Juli 2009, 20:12

Jürgen Plüsch

DAS LEBEN DES JÜRGEN

es begann alles an einem milden
wintermorgen im juni. als ich geboren wurde, war ich noch sehr jung.
meine eltern waren gerade nicht zu hause. sie waren auf dem feld
kartoffeln holen. es war zwar nicht unser feld, aber wir holten dort
immer unsere kartoffeln.

ich war kein einzelkind. ich hatte 20
geschwister, 10 jungen, 8 mädchen, eine giraffe und ein blindgänger.
meine schwestern waren alles mädchen. wir hießen alle jürgen, bis auf
fritz, der heißt emilio. meine schwester günther bekam mit 12
zwillinge. sie sehen sich sehr ähnlich, nur der eine sieht total anders
aus. wir schliefen alle in einem zimmer. das handtuch stand gleich
hinter der tür. da wir nur ein bett hatten, war es mit dem schlafen
sehr schwierig. das erste kind wurde ins bett gelegt, wenn es schlief
wurde es herausgenommen und an die wand gestellt. dann kam das nächste
an die reihe.

wir waren eine sehr musikalische familie. meine
mutter nähte auf einer singer-maschine, mein vater war pianoträger.
einer meiner brüder war sänger, er sank immer tiefer. jetzt brummt er
schon zwei jahre. am musikalischsten war meine kleine schwester die
ging schon bei der geburt flöten.

als ich sechs jahre alt war,
kam ich zur schule. ich war immer der liebling meiner lehrer.
verschiedene klassen durfte ich sogar öfters besuchen. gabs schlechte
zeugnisse , wurden wir mit dem teppichklopfer verdroschen. gabs gute
zeugnisse, kam ein groschen in die sparbüchse. war die voll, wurde ein
neuer teppichklopfer gekauft.

als ich nach 8 jahren die 3.
klasse beendet hatte, kam ich zu einem schmied in die lehre. er gab mir
einen hammer und sagte: wenn ich nicke, schlage zu. er nickte, ich
schlug zu. ohne meister musste ich die lehre leider beenden.

ich
ging zur autobahnpolizei! mein wachhabender zeigte mir mein revier und
sagte: "bis zu diesem roten punkt dahinten müssen sie gehen!" ich zog
los, nach 15 tagen war ich zurück. es war das schlusslicht eines
fernlasters, der nach hamburg fuhr. da schickte man mich ins irrenhaus.


ich brach (unspektakulär) aus...

nachdem ich in
deutschland ein gesuchter irrer war, entschied ich mich für hollywood.
jahrelang spielte ich die hauptfigur einer serie, in der es um drogen,
prostitution und gewalt ging. nachdem meine schauspielkollegen ferkel,
esel und tigger bei einer michael-ammer-party an einer überdosis
umkamen, entschied ich mich dann doch wieder für eine ruhigere karriere.

ich
ging zurück nach deutschland und wurde wurstfachverkäuferin. ich
erreichte alles, was man sich als wurstfachverkäuferin nur erträumen
konnte. ich wurde miss wurstfachverkäuferin of the universe
(naturschutzgebiet rheinland pfalz). dann kam die wende und ich hatte
kein bock mehr auf arbeit.

heute bin ich erfolgreicher denn je.
ich habe rund 60 millionen sklaven in der brd, die für mich arbeiten,
während ich zu hause sitze! ;


Mein bionisches Auge erlaubt es mir, im infrarot Modus zu sehen und ist zusätzlich mit einem 20-fach Zoom ausgestattet.

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