Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Brünlasberg. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Nicky

Profi

  • »Nicky« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 563

Wohnort: Wieder in dor Schlem...

Beruf: Dienerin des Freistaates Sachsen

  • Nachricht senden

1

Freitag, 24. Juli 2009, 12:48

Experten sichern die Schneeberger Kirche

Bergbauschäden, Einsturzgefahr!

Die ehrwürdige Schneeberger Stadtkirche St. Wolfgang - ist sie vom
Einsturz bedroht? Seit dieser Woche sichern Experten die Kirche und ihr
Umfeld.

Schneeberg - Denn unterirdische Hohlräume bedrohen das
Got-teshaus. Grund: Der Boden im Erzgebirge ist wegen des Bergbaus
löchrig wie ein Schweizer Käse. Und das nach dem verheerendem Erdrutsch
in Nachterstedt (Sachsen-Anhalt, Morgenpost berichtete)!



„Durch den Altbergbau kommt es immer wieder zu Brüchen und Senken im
Boden. Wenn wir diese nicht sichern, könnte es zu materiellen und
personellen Schäden kommen“, weiß Oberberg-amtssprecher Peter Horler
(42). Im Klartext: Es besteht Einsturzgefahr, Menschen könnten verletzt
oder gar getötet werden.



Besonders betroffen ist Schneeberg, dort vor allem die Kirchgasse, der
Kirchplatz und die Kirche St. Wolfgang selbst. Pfarrer Frank Meinel
(49): „Auf der Ostseite in der Nähe des Altars kommen die alten
Schächte weit an die Oberfläche.“ Auch diese Stelle unter der Kirche
wird nun gesichert. Gottesmann Meinel glaubt seinerseits fest daran,
dass nichts passieren wird.



Sichtbar werden die Schäden durch Bodenabsenkungen. Die Ursache dafür
ist meist Wasser, das den Boden ausspült. Damit nichts Schlimmeres
passiert, ist das sächsische Oberbergamt im Einsatz, um Hohlräume und
Risse mit Beton zu verfüllen. „Wenn wir eine Meldung über einen Bruch
oder eine Absenkung bekommen, führen wir die Erstsicherung durch.



Dann folgt eine umfassende, ordentliche Sanierung“, erklärt Sprecher
Horler. Von den jährlich 150 Bergschäden werden, je nach Priorität,
zwischen 70 und 80 gesichert. Pro Jahr investiert das Oberbergamt so
rund 21 Millionen Euro. Horler: „Leider haben wir nicht die Kapazität,
alle Schäden zu beseitigen.“



Die Schneeberger St. Wolfgangkirche ist ein sächsisches Kleinod. Sie
wurde 1540 als einer der ersten reformatorischen Kirchenbauten
fertiggestellt. Als besonderen Schatz beherbergt das Gotteshaus einen
Flügelaltar von Lukas Cranach d. Ä. (1472-1553).
Liebe ist die Sprache des Herzens,
die der Verstand niemals versteht!
:love: :knutsch: :love: :abknuddel: :love:

Nicky

Profi

  • »Nicky« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 563

Wohnort: Wieder in dor Schlem...

Beruf: Dienerin des Freistaates Sachsen

  • Nachricht senden

2

Samstag, 25. Juli 2009, 13:33

Einsturzgefahr! Minister Jurk macht Kirche zur Chefsache

Schneeberg - Das ging schnell: Gleich nach dem
Morgenpost-Bericht über die Einsturzgefahr der Schneeberger
St.-Wolfgang-
Kirche hat Wirtschaftsminister Thomas Jurk (47, SPD) die Angelegenheit
zur Chefsache erklärt. Gestern besuchte er überraschend die Stadt,
inspizierte die Sicherungsarbeiten beim Altbergbau.



Kurzfristig hatte Jurk seine Wahlkampf-Route geändert, um sich in
Schneeberg ein Bild von der kritischen Lage zu machen. Er wollte sich
selbst über den Zustand der bedrohten St. Wolfgangkirche informieren.
„Seit 1993 hat der Freistaat bereits 260 Millionen Euro in die
Sanierung des Altbergbaus investiert“, erklärte Jurk in Schneeberg. Der
Minis-ter ließ sich die Arbeitspläne zeigen und die Sicherungsarbeiten
erklären. „Der Kompetenz unserer Experten kann man vertrauen“, sagte
Jurk nachher. Anschließend riskierte er einen Blick in eines der Löcher
und besichtigte die Kirche. Pfarrer Frank Meinel (49) von St.Wolfgang
sagte dort besorgt: „Wenn wir nichts an der Kirche machen, besteht
Gefahr für Leib und Leben.“



Doch nicht nur der Boden unter der Kirche ist sanierungsbedürftig: Nur
50 Meter vom Gotteshaus entfernt steht das Pfarramt. Ein Bauarbeiter:
„Dort senkt sich der Kellerboden ab.“ Oberbergamtssprecher Peter Horler
(42): „Wir werden das untersuchen.“ Die Stelle müsse nun gesichert werden.
Liebe ist die Sprache des Herzens,
die der Verstand niemals versteht!
:love: :knutsch: :love: :abknuddel: :love:

Social Bookmarks