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Baddrig

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1

Donnerstag, 10. Februar 2011, 18:16

Straßenverkehrstauglichkeit der älteren Mitmenschen

Am Dienstag Abend waren Hexchen und ich bei den Tschechen Tanken. (Johanngeorgenstadt - Pokucky)
Auf dem Rückweg trafen wir kurz vor dem OA Johanngeorgenstadt auf zwei langsam fahrende Fahrzeuge. Sie fuhren mit 40km/h gemütlich durch die gegen. Die Geschwindigkeit erhöhte sich nur geringfügig auf der Landstraße. Normal ist das nicht aber okay.
Doch wenig später stellten wir dann fest das nur der vorderste so rum schleicht und der andere sich nicht traut ihn zu überholen. Sehr schön!!
Als wir dann, nach einer gefühlten Stunde, die lange Gerade zwischen Breitenbrunn und Antonstal erreichten, traute sich unser Vordermann zu überholen. Beim überholen sah es so aus als ob der voraus fahrende versucht ihn ab zu drängen.
Sah ziemlich komisch aus was die beide da trieben. Nun waren wir hinter diesem "Problem" aber wir konnten nicht überholen.
Jetzt bemerkten wir erst mal was da so richtig los war. Der langsam fahrende PKW fuhr nicht nur langsam sondern auch Schlangenlinien, mit Aufblendlicht im Ort und vor jeder Kurve bremste er auf 30km/h und weniger ab. Das war nun zu viel des guten.
Nun dachten wir das der betrunken ist oder unter Drogen steht. Daraufhin hab ich die Polizei angerufen. Die haben gemeint das sie mich gleich zurück rufen und wir dem erst mal hinterher fahren sollen.
Nun fuhren wir durch ganz Schwarzenberg hinter dem her und seine Fahrmanöver wurden immer Interessanter. Ortsausgang Schwarzenberg Richtung Aue rief das Polizeirevier Aue an. Er fragte nach wo wir nun sind und wollte nochmal das Nummernschild, Modell, Farbe und die Anzahl der Personen in dem Fahrzeug sitzen. Als ich ihm alles durchgegeben hatte meinte er das sie eine Streife von Aue in unsere Richtung schicken und versuchen ihn ab zu passen.
In Lauter an der einzigen Ampelkreuzung, legte er wieder ein tolles Manöver hin. Er Fuhr in den Gegenverkehr und hätte dabei fast ein Auto gestriffen. Wahnsinnig?!
Kurz nach der Freien Tankstelle in Lauter stand dann endlich der Polizeiwagen in einer Bushaltestelle und hat auf uns gewartet. Wir gaben den Polizisten Lichthupe und bremsten ab sodass sie sich gleich hinter der dem "Problem" einordnen konnten. Auf der 2 Spurigen Straße kurz vorm Ortsausgang Lauter setzte sich die Polizei mit Blaulicht vor das Fahrzeug und stoppte es. Wir hielten ca 100Meter weiter hinten. Ich bin dann ausgestiegen und zu dem entgegenkommenden Polizisten hin. Der sagte mir nachdem ich ihm gesagt hatte das ich der Anrufer war, das in dem Auto ein Älteres Ehepaar sitzt und der Fahrer im Dunkeln nicht mehr so gut sehen würde. Nicht wahr?!?!?!

Das er dadurch mehrfach andere Verkehrsteilnehmer gefährdet hat war dem Mann wahrscheinlich nicht bewusst.
In solchen fällen sollte meiner Meinung nach die Polizei den Führerschein einziehen. Ob das passiert ist weiß ich nicht aber ich denke das die Polizei nix gemacht hat.

Es würde mich mal Interessieren was ihr davon so haltet.
Wetter@Aue

Oerst

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2

Donnerstag, 10. Februar 2011, 18:26

Schwierig. Es sollte eine Tauglochjeitsprüfung im höheren Alter 1 mal pro Jahr durchgeführt weden oder so. Aber im Grunde wird da ja kein Delikt oder so begangen...rechtlich sehr schwierig da was zu machen denk ich.

Baddrig

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3

Donnerstag, 10. Februar 2011, 18:28

Das ist es ja. Rechtlich geht da nix (denke ich zu mindestens). Hier sollten aber schnell neue Richtlinien gemacht werden das solche Kraftfahrer nicht weiter auf den Straßen rumgeammeln. Meiner Meinung nach
Wetter@Aue

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4

Donnerstag, 10. Februar 2011, 18:39

Bernd meint, dass es zwar nicht richtig ist aber die haben keinen Unfall gemacht und das ist hier ausschlaggebend.

Baddrig

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5

Donnerstag, 10. Februar 2011, 18:45

Zum Glück hat er keinen Unfall gebaut. Bei dem ein oder anderen Manöver hat nicht viel gefehlt zu einem Unfall.

Kleiner Nachtrag noch: Der Polizist hat gesagt das sie das evtl der Führerscheinstelle melden wollen. Aber ob die da was machen ist auch fraglich.
Wetter@Aue

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6

Donnerstag, 10. Februar 2011, 18:59

Muss man denn erst einen Unfall bauen ehe was passiert??? Anscheinend ja. Einen petophielen wird auch erst was angehangen wenn er sich vergangen hat.
Bin der Meinung das das gesetzlich geregelt werden sollte ab einem bestimmten alter, jedes jahr einen Tauglichkeitstest zu machen denn es ist mit unter doch schon extrem was der ein oder andere ältere Mitbürger im Starassenverkehr so von sich gibt (will jetzt damit nicht alle unter einen Hut stecken).
Desweitern sollte für jeden Verkehrsteilnehmer alle zwei Jahre oder so nen DRK-Lehrgang angeboten werden.. Wer wess denn heute noch wie ne stabiele Seitenlage geht... Von 10 Autofahrern werden das bestimmt nur 2 oder 3 sein.
Mein bionisches Auge erlaubt es mir, im infrarot Modus zu sehen und ist zusätzlich mit einem 20-fach Zoom ausgestattet.

Hexchen

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7

Donnerstag, 10. Februar 2011, 19:27

Wer wess denn heute noch wie ne stabiele Seitenlage geht...

also ich hatte letztes jahr von der arbeit mal wieder so nen lehrgang und die ist gar nicht mehr so wie ich die vor 8 jahren gelernt habe!!!
Zum Ehepaar.......sau gefährlich! ich hatte de ganze zeit nen sicherheitsabstand von min. 20 metern und bei jedem bremsmanöver saß ich fast bei dem auf der stoßstange!!!

Oerst

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8

Donnerstag, 10. Februar 2011, 20:56

Muss man denn erst einen Unfall bauen ehe was passiert??? Anscheinend ja. Einen petophielen wird auch erst was angehangen wenn er sich vergangen hat.


Und genau das unterscheidet einen Rechtsstaat von einem Unrechtsstaat. So bitter das Beispiel auch ist, du kannt neimanden bestrafen der nichts getan hat, nur präventiv tätig werden. Und das meine ich positiv und bin froh darüber. Auch wenn dein Beispiel natürl. fürchterlich ist, das ist ja klar.

Gebirgsharvey

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9

Donnerstag, 10. Februar 2011, 21:55

Sooooooooooooo liebe Leute, ich glaube, das ich da der genaue Ansprechpartner zu dieser Problematik bin.

1.Hätte Badde bei der Polizei eine Anzeige machen müssen, wegen schweren Eingriffs in den Straßenverkehr und wegen grober Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer. Nur dann hätte die Polizei die Möglichkeit der Sache auch rechtlich auf den Grund zu gehen.

Da ihr dies nicht getan habt, wird folgendes passieren:
-entweder er erhält eine prävenzive Verwarnung mit dem Hinweis, denn bei Dunkelheit nicht mehr zu fahren.
-oder man geht der Sache nachträglich nach und beantragt einen augenärztl.Nachweis, wo festgestellt wird, das er einen Eintrag in seinen Führerschein bekommt mit einer Codezahl die das fahren bei Dunkelheit untersagt.
-wenn es ganz extrem kommt, was ich aber nicht glaube, wird er aufgefordert, eine Fahrprobe beim Tüv (bei euch DEKRA) abzulegen.

Grundsätzlich ist das jeweilige Amt/Behörde aber nur dann dazu aufgefordert, wenn ein dringender Tatbestand vorliegt.
Z.B. eben eine Anzeige, ein Unfall, oder eine Fahrauffälligkeit....sollte dies nicht vorliegen, gilt die Unschuldsvermutung und der beklagte, kann richterlich dagegen vorgehen, was auch 75% aller Betroffenen auch wahr nehmen.

Nun mag das immer im Auge des jeweiligen Betrachters liegen und es hat nix mit dem Alter zu tun, denn ähnliches gilt ja für alle, die durch Krankheiten oder Verletzungen in ihrer Fahrtauglichkeit eingeschrenkt sind.
Z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Amputationen....oder seltene weniger bekannte Krankheiten.

Jedoch muss immer ein Tatbestand oder eben die Freiwilligkeit einer derartigen Überprüfung vorliegen. Und da liegt eher der Knackpunkt.
Ich habe in meinen 20 Jahren als Fahrlehrer, schon einige Menschen zu Fahrproben begleitet oder sie darauf vorbereitet....erst vor zwei Wochen einen 87 jährigen Totalchaot. Aber in den meisten Fällen ist die totale Uneinsicht im Vordergrund.
Dieses Thema, wird uns in den kommenden Jahren noch öfters entgegen treten, da die Menschen älter werden und gesund bleiben, noch dazu werden Autos immer einfacher zu bedienen. Somit erreichen wir noch nicht einmal die kleinste aller Spitzen des Eisberges, der ein rießen Konflik noch darstellen wird.
Ich habe mich geschult auf dieses Thema, und werde sicher damit mal noch viel zu tun haben.

FAZIT: es liegt einerseits an den Menschen selbst, Einsicht zu zeigen. Oder es liegt an uns, aufmerksam zu sein und auch ohne Skrupel berechtigte Dinge auch anzuzeigen. (hier helfen Handys und Videoaufnahmen sehr viel)
Man kann hier nicht dem Staat die Schuld zu schieben, die tragen hier keine Verantwortung....denn ich habe Ende November ein Ehepaar gehabt, er 94, sie 81....beide sind mit bravour durch die Fahrprobe gegangen....herzensgute ältere menschen, den ich gerne im Verkehr entgegen komme. Aber sie wollten es selbst wissen und haben den Test selbst gemacht.
Fragt euch doch mal selbst, wie eure Großeltern fahren ???? Wie geht ihr denn damit um ???? Schaut nicht auf die anderen.....denn meinem Vater habe ich mit 61 den Führerschein weggenommen.....auch wenn es schwer war.

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