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  • »Klabautermann« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 944

Wohnort: uffm Berg

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Mittwoch, 17. März 2010, 14:09

Gute alte Heimat

So.. da wir gestern das Thema an der Ga hatten habe ich mal bissl was rausgesucht..

Namensgebung Aue:

Der Name Aue leitet sich von der Bezeichnung für die Feuchtwiese am Zusammenfluss von Schwarzwasser und Zwickauer Mulde ab, auf der neben dem Klösterlein Zelle Siedler aus der Herrschaft Schwarzenberg als Bauern sesshaft geworden waren. Dass Bertoldus prepositus de Owa, der 1219 in einer Urkunde als Zeuge im Zusammenhang mit einer Klosterstiftung genannt wird, tatsächlich Propst des Zeller Klosters war und das dortige Aue gemeint ist, ist zweifelhaft. Auch bei der auf 1286 datierten Erwähnung von Awe im Fragment der Naumburger Bistumsmatrikel handelt es sich nicht um die urkundliche Ersterwähnung, da dieses Dokumentenbruchstück aus der Zeit um 1470 stammt. Vermutlich wurde Aue daher erst 1460/62 im Terminierbuch der Zwickauer Franziskanermönche zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Dies ist zwar alles nicht bestätigt aber der Stadtname KÖNNTE schon davon abstammen.


Zum Thema "Prinzenraub von Sachsen":

...Wilhelm von Mosen und Wilhelm von Schönfels wollten mit dem Prinzen Ernst über das Vogtland nach Böhmen, während Kauffungen versuchte, mit Albrecht über eine östlichere Route über Stollberg und Thalheim seine Güter im sicheren Böhmen zu erreichen. Von dort aus wollten sie Lösegeldforderungen stellen. Noch am selben Tage gelang es Albrecht jedoch zu entkommen und Hilfe zu holen. Die herbeigerufenen Männer (nach verschiedenen Quellen: Dorfbewohner, Köhler, Mönche) stellten und überwältigten Kunz von Kauffungen und seine Reiter in der Nähe des Klosters Grünhain im Erzgebirge. Mosen und Schönfels kamen mit dem anderen Prinzen über Zwickau in Hartensteiner Flur. Dort versteckten sie Prinz Ernst in der Prinzenhöhle. Nachdem Mosen und Schönfels merkten, dass ihr Plan zum Scheitern verurteilt war (es war die Kunde von der Festsetzung Kunz von Kauffungens in aller Munde), nahmen sie Verhandlungen mit dem Hartensteiner Schlossherrn Friedrich von Schönburg auf und erreichten Straffreiheit und freien Abzug mit anschließendem Exil im Austausch gegen den anderen Prinzen.
...Die Prinzenhöhle ist nicht natürlichen Ursprungs sondern ein mittelalterlicher Bergwerksstollen. Hier versteckten vom 8. bis zum 11. Juli 1455 die Ritter Wilhelm von Mosen und Wilhelm von Schönfels, Komplizen des Kunz von Kaufungen und zwei ihrer Knechte den Prinzen Ernst von Sachsen während des Altenburger Prinzenraubes.

Quellen: www.wikipedia.de
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Gebirgsharvey

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2

Mittwoch, 17. März 2010, 17:06

Ich habe auch mal was interessantes zur Geschichte von Aue gefunden: Quelle Stadtmuseum Aue

Zeittafel

965
Der arabische Händler Ibrahim ibn Jacub beschreibt eine Reise von Magdeburg nach Prag. Für die Durchquerung des "Miriquidi" genannten wilden, dunklen Waldgebietes habe er drei Tage gebraucht. Diese Aussage ist die älteste uns bekannte Erwähnung der Gegend, in der sich die Stadt Aue befindet.

1118
Als Grenzpunkt des Zwickauer Kirchensprengels wird der Zusammenfluss von Schwarzwasser und Mulde genannt. Damit findet das Gebiet des Auer Talkessels erstmals urkundlich Erwähnung.

1173
Auf dem Hoftag zu Goslar bestätigt Kaiser Friedrich I. die Gründung für ein neu zu errichtendes Klosters im Auer Talkessel.

1286
Von diesem Jahr ist die erste urkundliche Erwähnung der dörflichen Ansiedlung "Awe" überliefert. Ihre Flur erstreckte sich beidseits der Mulde, oberhalb des Zusammenflusses von Mulde und Schwarzwasser.

1400
Aus diesem Jahrhundert stammen Zeugnisse über das Bauerndorf Aue, das sicher unmittelbar nach Gründung des Klösterleins angelegt wurde.

1479
Bauern der Dörfer Aue und Zelle schürfen nach Zinn und Silber.

1501
Im Bärengrund ist Silberbergbau im Gange. Bereits 1519 schmilzt eine Silberhütte im Kuttengrund die Silbererze.

1525/26
Aufständische Bauern und Bergknappen plündern Klösterlein Zelle. 1526 wird das Eisenwerk Auerhammer urkundlich erwähnt. Der Siedlungskern des heutigen Stadtteils Auerhammer bildet sich heraus.


1528
Die Reformation wird in Zelle eingeführt, ein Jahr später hält sie Einzug in Aue.

1550
Südwestlich des Dorfes Aue werden in jenem Jahre einige Güter zur Steigerung der Getreideproduktion angelegt. Die Streusiedlung Neudörfel nimmt damit ihren Anfang.

1556
Der Bau des Floßgrabens für den Transport von Grubenholz von der Mulde bei Bockau bis nach Oberschlema beginnt. Er ist 1559 fertiggestellt.

1573
Um Aue herrscht eine große Dürre, es gibt Waldbrände, alle Gewässer vertrocknen, die Mühlen und Hämmer stehen still und eine Hochwasserflut im Auer Tal verwüstet sämtliche Brücken. Die "Große Flut" zerstört auch Teile des Filzteichdammes, dessen Wasser sich verheerend durch Zschorlau, Auerhammer und Aue wälzt.

1581
Das Dorf Aue verfügt über ein Spital.

1599
Die Pest wütet im Auer Tal, ebenso in den Jahren 1625 und 1633.

1625 – 28
Es erfolgt der Bau einer größeren Kirche.

1633
Am 4. August dringen während des 30-jährigen Krieges Truppen des kaiserlichen Generals Holk erneut in Aue ein und brennen Aue und Auerhammer bis auf die Grundmauern nieder.

1642
Auf dem Altmarkt wird ein Rathaus gebaut. Es stand bis 1907.

1661
Man stößt beim Bau eines Bierkellers auf einen Zinnerzgang. Es setzt der Zinnbergbau ein. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts werden am Heidelsberg rund 28 000 Zentner Zinnerz gefördert.
Eine Wasserflut verwüstete das gesamte obere Erzgebirge. Betroffen waren auch die Brücken von Aue.

1663
Die Zinnschmelzhütte wird gebaut, die bis 1803 in Betrieb ist. Das Schmelzhüttenviertel nimmt seinen Anfang. Nach Stilllegung der Schmelzhütte wird diese zum Ausgangspunkt der Sächsischen Metallwarenfabrik August Wellner Söhne. Das alte Huthaus der Hütte ist noch erhalten geblieben.

1682
In Auerhammer wird das erste sächsische Walzwerk mit einer Kreismesserschere aufgebaut.

1698
Bergleute stoßen im Grubenfeld des "Roten Andreas", einer Eisenzeche am Lumpicht, auf Kaolin. 1700 mutet Veit Hans Schnorr der Jüngere die "Weiße Andreas Fundgrube". 1708 gelangt Kaolin nach Dresden in die Hände J. F. Böttgers. Diesem gelingt es damit, das erste weiße Porzellan in Europa herzustellen.

1716/19
In Aue werden die beiden über Mulde und Schwarzwasser führenden Brücken aus Stein erbaut. Die Holzbrücken fielen wiederholt Wasserfluten und Hochwasser zum Opfer.

1771/72
Durch witterungsbedingte Missernten entsteht im Erzgebirge große Hungersnot. In Aue kommen dadurch etwa 200 Menschen um.

1783
Am 4. Februar bricht der Damm des Filzteiches. Die Wasserflut fordert Menschenleben, Gewerbeanlagen in Auerhammer und Aue werden vernichtet und die Fluren verwüstet.

1815
Aue zählt 711 Einwohner. Die wichtigsten Beschäftigungen sind neben Bergbau und Steinbrechen, Waldarbeiten, Ackerbau, Spitzenklöppelei sowie die Herstellung von Blechlöffeln, Eisenwaren und Blauer Farbe.

1823
Dr. Ernst August Geitner erfindet das "Argentan", eine als Silberersatz dienende Legierung, die man schon lange in Europa suchte.

1858
Die erste Eisenbahn fährt ins Westerzgebirge. Am 15. Mai wird die Eisenbahnlinie Zwickau – Aue – Schwarzenberg in Betrieb genommen.

1860
In Aue gibt es die ersten Petroleum-Straßenlaternen.

1867
Die erste Apotheke wird am 20. November im Haus Bahnhofstraße 8 eröffnet. Sie zieht später in das 1868 gebaute Eckhaus am Markt um. Seit 1925 trägt sie den Namen "Markt-Apotheke".

1869
Mit Dr. Mathesius praktiziert zum ersten Mal ein Arzt in der Stadt.

1870
Der Allgemeine Turnverein Aue gründet eine Turner-Feuerwehr. Damit sind die Anfänge der Freiwilligen Feuerwehr in der Stadt gegeben.

1875
Die Eisenbahnstrecke Chemnitz – Thalheim – Zwönitz – Aue – Schöneck – Adorf wird dem Verkehr übergeben. Aue wird Eisenbahnknotenpunkt.

1878
Durch Dr. Köhler, Seminaroberlehrer in Schneeberg, wird im Gasthof "Zur Eiche" der Erzgebirgsverein gegründet. Aue richtet eine Gendarmeriestation ein.

1881
In der Stadt wird eine Sparkasse eingerichtet. Lange Zeit hat sie ihre Räumlichkeiten im Stadthaus.

1887
Die erste Wasserleitung wird gebaut.

1888
Es erfolgt die Gründung einer Stadtkapelle. Damit beginnt die mehr als 100-jährige Geschichte des heutigen Erzgebirgischen Sinfonieorchesters.

1890
Ein Gaswerk wird in Betrieb genommen, das Gaslicht kommt auf.

1892
Die Beschleusung der Stadt beginnt.

1893
Am 3. September findet die feierliche Weihe der "St. Nicolai Kirche" statt. Es wird mit der Anlage eines Stadtparks auf dem Heidelsberg begonnen.

1896
Die heutige Albrecht-Dürer-Schule wird eingeweiht.

1897
Mit dem Anschluss der Landgemeinde Zelle an Aue beginnen die Eingemeindungen der Nachbarsiedlungen: 1921 Gutsbezirk Niederpfannenstiel, 1922 Gutsbezirk Klösterlein, 1929 Alberoda, 1930 Auerhammer mit Neudörfel, 1937 Brünlasberg.

1900
Das Stadthaus wird eingeweiht. Der Bau erfolgte nach den Entwürfen des Stadtbaumeisters Püschmann. Die Stadtbevölkerung ist auf 15 204 angewachsen. Das Amtsgericht wird gebaut und am Markt entsteht das erste Kaufhaus.

1901
Am 1. November nimmt ein Königliches Amtsgericht seine Tätigkeit auf. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war Aue dem Amtsgerichtsbezirk Schneeberg zugeordnet.

1902
Die erste Bürgerschule wird eröffnet, 1927 in Pestalozzischule umgewandelt und 1996 zieht das Gymnasium ein. Seit 2001 ist sie Berufliches Schulzentrum für Wirtschaft und Sozialwesen.

1903
Erstmalig wird die Stadt an das Stromnetz angeschlossen. Der Verschönerungsverein führt zum ersten Mal im Heidelsberggelände ein Parkfest durch. Es wurde für einige Jahrzehnte zum beliebtesten Volksfest des Erzgebirges. Im gleichen Jahr errichtet die evangelisch-methodistische Kirchgemeinde ihre Christuskirche an der Thomas-Mann-Straße.

1905
Der Verschönerungsverein Aue weiht die Parkwarte als Gaststätte mit Aussichtsturm ein. Er gab ihr den Namen "König-Friedrich-August-Warte". Auf einem Teil der sogenannten Waltherwiese, hinter dem Stadthaus, legt die Stadt eine Teich- und Parkanlage an. Sie wird 1908 in "Königin-Carola-Anlage" umbenannt.

1911
Für die Freimaurerloge "Zu den drei Rosen" wird das Gebäude Schneeberger Straße 32 gebaut. 1935 richtet sich darin die Sparkasse ein. Nach 1935 dient es kulturellen Zwecken. Von 1956 bis 1989 ist es Sitz des "Klubs der Intelligenz".Für das 1897 eingemeindete Dorf Zelle wird das Schulhaus an der Gabelsbergerstraße in diesem Jahr als Volksschule eingeweiht. Das Schulgebäude beherbergt heute das Clemens-Winkler-Gymnasium.

1913
Das heutige Postgebäude wird eingeweiht.

1914
Aue erhält mit den Apollo-Lichtspielen in der Bahnhofstraße ein mit allen Bequemlichkeiten der Neuzeit ausgestattetes Lichtspieltheater. 1965 wurde es zu einer Turnhalle umgebaut. Die im Volksmund auch "Grüne Kirche" genannte Friedenskirche auf dem Zeller Berg wird eingeweiht.

1915
Nach zweijähriger Bauzeit findet die Weihe der Katholischen Kirche statt.

1927
Die Landwirtschaftsschule und die Verbandsgewerbeschule, das heutige Haus 2 des Clemens-Winkler-Gymnasiums werden eingeweiht.

1928
Die Einweihung des städtischen Stadions findet statt.

1931
Das Stadtkrankenhaus wird eröffnet.

1935
Die Sommerrodelbahn auf dem Heidelsberg ist fertiggestellt. Sie wird zu einer Attraktion des Parkfestes bis Ende der 50er Jahre. Am 8. Dezember erfolgt der erste Spatenstich zum Bau der Bahnhofsbrücke. In der Vorweihnachtszeit 1936 wird auf dem Marktplatz erstmals die große Pyramide aufgestellt.

1937
Die Bahnhofsbrücke wird dem Verkehr übergeben. Sie überspannt die Gleisanlagen und die Mulde und war damals Europas größte Spannbetonbrücke Im gleichen Jahr wird der Stadtgarten umgestaltet, der Anton-Günther-Platz sowie die Heimathalle eingeweiht.

1938
Im Dezember findet die Eröffnung des neuen Auer Kinos am Postplatz statt.

1945
Aue bleibt, nach dem Ende des zweiten Weltkrieges am 8. Mai und bis zum Einrücken sowjetischer Truppen im Juni, unbesetzt. Ein antifaschistischer Aktionsausschuss regelt die Geschicke der Stadt.

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