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Betze-Sister

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Dienstag, 5. Januar 2010, 13:54

Größenwahn

Gestern Abend wurde in der arabischen Metropole Dubai das höchste Gebäude der Welt eröffnet: der »Burj Dubai«. 828 Meter hoch soll es sein. Die genaue Höhe blieb bis zur Einweihung geheim. 12.000 Bewohner haben in 160 Stockwerken Platz. Der Luxustempel steht auf einem Y-Grundriss, der an eine Wüstenlilie erinnern soll, und verjüngt sich spiralförmig nach oben.

Ebenfalls gestern Abend habe ich eine höchst interessante Reportage über Hitlers Baupläne gesehen. Es ging hauptsächlich um seine Vorstellung, Berlin in die Stadt Germania zu verwandeln und um den Bau des Olympiastadion. Das Wort "Größenwahn" konnte in der Reportage gar nicht oft genug genannt werden.

Von Größenwahn war in der Tagesschau in Bezug auf Herrn Scheichs neuem Spielzeug nicht die Rede, obwohl es meiner Meinung nach zutreffend gewesen wäre.
In meinem Leben ist Laufen ist das LETZTE das ich aufgeben werde!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Betze-Sister« (5. Januar 2010, 14:42)


Gebirgsharvey

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2

Dienstag, 5. Januar 2010, 15:03

Moin......denn mal und e gut nei Gahr ihr Leit....

......aber gleich mal muss ich mich äußern.....das wird sich auch in diesem Jahr nicht ändern.

Liebe Betze-Sister, der Begriff Größenwahn ist eine induviduelle Entscheidung jeden einzelnen Betrachters. Und ich glaube das beide Bauvorhaben nicht mit einander vergleichen kann. Sonst wäre der Flug zum Mond ähnlich zu beurteilen.

Ich bin ein rießen Fan von Geschichte und Architektur und daher kenne ich die Pläne von Germania sehr sehr gut.... (die haben gar nix mit dem Olympiastadion zu tun...aber egal) Hier in deinem Thema geht es einfach nur um zwei unterschiedlichen Epochen und zwei unterschiedliche Vorraussetzungen. Ich finde den neuen Turm echt genial und absolut passent für die jetzige Zeit, und die Zeit die nach uns noch kommen wird, daher ist Größenwahn.....nun ja nicht der Begriff ist, den ich gerne nutzen mag. (neuer Turm soll ja 1600m hoch werden ???? ok, da fang ich auch an zu denken)

GERMANIA wird leider nur verteufelt, weil der Krieg verloren ging. Denn der Petersdom in Rom, Schlösser und Burganlagen, die Pyramiden oder was die Azteken bauten, waren ihrer Zeit weit vorraus. Der Sozailismus hat ja mit seinen Bauplänen auch ein ewiges Denkmal sich gesetzt. Nun politisch muss man Germania nicht mögen.....aber Architekturmäßig wäre es einfach genial geworden.

Betze-Sister

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Mittwoch, 6. Januar 2010, 10:04

Das der Bau des Olympiastadion und Germania in einer Reportage zusammengefasst wurden - nun dafür kann ich nichts. Es ging um seine Vorstellung von monumentalen Bauwerken im Allgemeinen und da sehe ich zwischen dem Stadion und Germania schon Parallelen.

Hier erst einmal ein Modellbild von Germania, es beschäftigt sich ja nicht jeder mit diesen Dingen der Geschichte:



Gerade bei dem Vorhaben der großen Halle, mussten Architekten von heute gestehen, dass es durchaus machbar gewesen wäre, was sich Hitler so erdachte. Die Große Halle war nun mal seine Idee, entsprungen einer Besichtigung des Pantheon in Rom. Hitlers Vorstellung zur Folge, sollten allerdings in seiner großen Halle 180.000 Menschen Platz haben. In der Reportage mutmaßte man, dass der Atem so vieler Menschen vermutlich als Kondeswasser von der Decke genieselt wäre. Aber es wäre machbar gewesen, was die Macher dieser Reportage zumindest an dieser einer Stelle von Genialität sprechen ließ. Ich glaube es ging vorrangig darum, solche Worte nicht in Zusammenhang mit diesem Menschen zu benutzen und so beschränkte man sich vorrangig auf Größenwahn.

Was den Turm in Dubai betrifft bin ich der Meinung, dass in Zeiten der Wirtschaftskrise ein solches Bauwerk einfach nur sinnlos ist. Ich verfolge seit vielen Monaten den Blog eines Deutschen, der viele Jahre in Dubai lebt und arbeitet. Dort ist auch nicht nur alles prächtig. Die Reich-Arm-Schwelle merkt man dort wohl sehr deutlich. Denkt ein Europäer an Dubai, dann denkt man zwangsläufig an Öl, Scheichs, Gold und Überfluss. Aber das ist nicht so. Die meiste Kritik über den Turm kommt aus Dubai selbst.

Meiner Meinung nach kann sich der Mensch gut an anderen Stellen beweisen, wenn er es denn unbedingt muss - oder tatsächlich die Fähigkeiten dazu hat.
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Gebirgsharvey

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Mittwoch, 6. Januar 2010, 13:03

Nun haben wir wiedereinmal es geschafft ins alte Gedankengut zu wandern. Wo es viel Geld gibt, gibt es auch Armut. Das war so und wird auch weiter so bleiben.......und ehrlich, das sollte auch so bleiben. Den Komunismus muss man nicht haben. Vieleicht müsssen manche auch einmal mal eher aufwachen und die Schippe in die Hand nehmen um ein Stückchen vom Erfolg mit abzuhaben. Ähnliches geschiet seit Jahren in Dubai oder prinzipell in den Verein.Emiraten. Die Scheichs haben sehr wohl erkannt, das dieses Luxusleben so nicht weiter geht, weil der Rohstoff Öl nicht mehr lange vorhanden ist. Daher haben sie gezielt auf Tourismus und Sport gesetzt. Die Rennstrecken für die Formel1 oder andere Sportanlagen erfüllen heute den Anspruch der auch noch in 40-50 Jahren geltung hat und vor allem Geld einspielt. Genau das selbe gestaltet sich in der Tourismusbranche.....wo extreme Hotelvarianten.....ob nun im oder vor dem Meer entstehen. Es mag Gigantismus sein, oder Größenwahn.....vieleicht manchmal sogar etwas GAGA für uns erscheinen, aber das sind wahre Projekte für die Zukunft. Und mit der Krise hat das alles gar überhaupt nix zu tun, denn diese gesamten Projekte, wurden weit eher geplant und gebaut als der Begrif....Weltweite Krise entstand.

Nur sollte man auch mal die Bevölkerung in den Emiraten mal fragen, was sie dazu tun wollen, ihr Land umzukrämpeln um für eine neue Zeitrechnung nach dem Öl gewappnet zu sein. Sie waren sich zu fein und wollten keinen Finger rühren.....sie waren der Meinung das süße Leben geht so weiter.....somit wurden die Arbeiter aus Inden und Pakistan geholt, die diese Leistungen vollbrachten (auch wenn sicher der Lohn und die Unterbringung zu hinter fragen sind). Aber man kann jeden fragen, der nach Dubai arbeiten geht......dort musst du ackern wie Sau....sonst bleibst du auf der Strecke, das mussten auch unzählige deutsche Arbeiter und Firmen erfahren. Samstag frei......oder Luxus über Urlaub wie in Deutschland.....oh nein, so ein Schlaraffenland sind die Emirate nicht.......aber wer sich dreht und bewegt.....dem überschüttet es mit Gold.

Damit muss man auch erst einmal klar kommen. Sicher nix für viele. Und ehrlich, wir werden es vieleicht noch erleben......ein wichtiger Teil der Zukunft in Sport und Freizeit wird sich in den Emiraten befinden......es wird ein kleines Märchen von 1000 und 1 Nacht Weltweit geben.

Wenn ich es mir leisten könnte würde ich es touristisch auch mal erleben wollen........ ;(

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Mittwoch, 6. Januar 2010, 16:51

So. :D Jetzt komm auch meins Senf dazu.
Ich verfolge die größten Gebäude der Welt schon eine Weile. Unter anderem auch den Burj Dubai (der glaub ich anders heißen soll, weil er von Abu Dhabi gekauft wurde, haaa haaa :P ). Soweit ich bis hierher feststellen konnte kennt die Menschheit keine Grenzen was die Höhe von Gebäuden angeht, bzw. versucht diese immer wieder zu überschreiten. Zur Zeit läuft ja sowas wie ein Wettrüsten, natürlich gedämpft von der Finanzkrise. Die Bigplayer in dem Geschäft sind die Asiaten, Emirate und USA. HIER ein Wiki-Link bzw. HIER eine schöne Seite. Da kann mer sich mal ein Bild machen. Übrigens gibts es sehr schöne Wolkenkratzer. Mein Favorit unter den feritgen ist der Taipei 101 und von den geplanten/im Bau befindlichen der Chicago Spire. Architektonische Perlen! ;) Wo wir gleich zum Thema der Architektur Germania überschwenken können. Wie ich finde von diesem Standpunkt aus sehr imposant und beeindruckend.
Allerdings liegen ja bekanntlich Genie und Wahnsinn eng beieinander. Der Burj fällt für mich genauso wie Germania unter Größenwahn. Es verfälsch beides das Stadtbild und bei beiden wär bzw. ist der Aufwand für den Bau völlig überzogen. Für Germania hätte glaube ich ein großer Teil von Berlin abgerissen und dann "drüber gepflastert" werden müssen. Körrigiert mich da bitte wenn ich falsch liege, ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehen.

Fällt mir grad noch so ein: Wer mal sehen will wie Größenwahnsinnig die da unten in der Wüste worklich sind schickt die Jungs von Google Maps o.ä. mal nach Dubai los. Inseln is das Stichwort...
Das Bild hier is zwar etwas älter, aber ein schöner Vergliech.
»zapaschl« hat folgende Datei angehängt:
I'd walk a Mile to Kiss a reptile. ^^

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »zapaschl« (6. Januar 2010, 17:03)


Oerst

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Mittwoch, 6. Januar 2010, 17:38

Das Problem ist doch hier einzig und allein die Wirtschaftlichkeit. Sofern die ihre Lounges und Büroröume, Restaurants und Lofts da drinnen gut an den Mann bringen und ausgelastet haben ist alles im Lot. Mir stellt sich die Frage was dieser Rotz soll, Dubai ist doch nun ein absolut unintessantes Land...es kann nur durch sowas auffallen. Aber was nutzt mir so'n Turm, wenn rings umher eh nichts zu sehen ist. Die Palme und The World schön und gut, aber sonst Wüste und das Meer, na Hut ab! Genau die Asiaten, wenn du oben auf dem Petronas Tower bist, siehst du nichts mehr, weil du vor Smog keine 300m schauen kannst.
Da Lob ich mir doch mein Empire State Building in Mitten der pulsierensten Metropole der Welt...da gibt es wnigstens was zu sehen!

Betze-Sister

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Donnerstag, 7. Januar 2010, 10:17

Es ist schön, wenn ein Beitrag nicht einfach nur angeklickt und gelesen, sondern auch kommentiert wird. Schlimm wäre es, wenn wir alle einer Meinung wären, denn die Unterschiedlichkeit unserer Ansichten macht das Forum doch erst interessant.

Obwohl ich die Pyramiden noch nie gesehen habe, verpasse ich kaum eine Reportage über diese imposanten Bauwerke. Am Ende war der Grundgedanke der Pyramiden kein anderer, als der des Baus der Hagia Sophia in Isanbul und der vieler anderer - sag ich mal einfach Gebäude. Unumstritten ist der Punkt "Tourismus" der Anrieb zum Entstehen der heutigen Bauwerke.

Ich akzeptiere es, wenn in den Augen vieler in solchen Tower-Bauwerken Kunst und moderne Architektur eine Symbiose eingehen, aber ich bin vielleicht in solchen Dingen etwas altmodisch. Ich mag es, wenn alte Gebäude mit den einfachen Mitteln ihrer Entstehung wiedererrichtet werden, oder Kunstwerke restauriert werden, um sie der Nachwelt zu erhalten... um die Zeit des Menschen einfach mal anzuhalten. Für solche Dinge findet sich kein Geld (in vielen anderen Bereichen auch nicht, aber bleiben wir doch einfach mal bei Bauwerken und Kunst). Warum drängt es den Menschen dazu, dem bereits Vorhandenen immer noch eines drauf zu setzen?

Dieses größer, höher, weiter, die Geschwindigkeit und Unruhe die von moderner Architektur ausgeht - finde ich persönlich nicht schön, aber ... wem es gefällt, okay!
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